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Die Gestützte Kommunikation ist eine sonderpädagogische Methode, bei der angenommen wird, dass durch sie Menschen mit Autismus und/oder geistiger Behinderung befähigt werden können, mit anderen Menschen in der Regel schriftsprachlich zu kommunizieren. Bei der Gestützten Kommunikation wird die betreffende Person (FC-Schreiber) von einer anderen Person (Stützer) am Handgelenk, Arm, Oberarm oder anderem Körperteil "gestützt" und tippt so Buchstabe für Buchstabe sinnvolle Botschaften. Als Kommunikationsmethode ist die Technik in den neunziger Jahren in den USA Gegenstand zahlreicher kontrollierter Studien gewesen. Hierbei stellte sich heraus, dass trotz sorgfältiger Versuchsplanung bei ca. 80% der beteiligten Versuchspersonen keinerlei authentische Kommunikation nachgewiesen werden konnte und bei den übrigen 20% keine praxisrelevanten Verbesserungen hinsichtlich der Kommunikation auftraten. Bei 75% der entsprechend untersuchten Versuchspersonen ließ sich jedoch eine inhaltliche Steuerung der FC-Botschaften durch die stützenden Personen nachweisen (vgl. Biermann,1999). Kritische Analysen der Studien mit für die Methode sprechenden Ergebnissen deuten auf methodische Mängel der Untersuchungen hin (vgl. zuletzt die kritische Rezension der Münchner Studie von Bober, 2000). Neben den empirischen Grundlagen lassen sich auch keine theoretischen Untermauerungen für die Methode der Gestützten Kommunikation in den Fachgebieten des Autismus, der Spracherwerbsforschung und der geistigen Behinderung heranziehen (vgl. Nußbeck, 2000). Die Vertreterinnen und Vertreter der Gestützten Kommunikation treten vielmehr an, grundlegende Erkenntnisse aus den Bereichen des Autismus, der geistigen Behinderung und des Schriftspracherwerbs in Frage zu stellen und Autismus und geistige Behinderung auf Grund ihrer vermeintlichen Ergebnisse als überwiegend motorische/handlungspraktische Störungen neu zu definieren. Dabei werden häufig die Inhalte der gestützt hervor gebrachten Botschaften als Argumente für die Methode benutzt. Die Gestützte Kommunikation ist somit eine in ihrer Effektivität widerlegte Technik. Eltern und pädagogisch oder therapeutisch tätige Personen müssen über die eindeutig negative Forschungslage aufgeklärt werden, bevor sie sich für FC entscheiden. Da allerdings trotz der eindeutigen Befundlage letztlich nicht ausgeschlossen werden kann, dass sehr vereinzelt Menschen gestützt kommunizieren können, fordern wir, dass in jedem Einzelfall unter kontrollierten Bedingungen die Authentizität der FC-Botschaften nachgewiesen werden muss. Dies gilt insbesondere in öffentlichen Einrichtungen, wenn schulische Maßnahmen, Förderprogramme, Wohnsituationen etc. auf Grund von FC-Aussagen verändert werden sollen und wenn öffentliche Gelder zur FC-Stütze beansprucht werden. Diese Resolution stimmt in ihren Forderungen überein mit Resolutionen und Positionspapieren der o American
Academy of Pediatrics (AAP, 1998), Die Resolution zur Gestützten Kommunikation wurde bisher unterzeichnet von:
Prof. Dr. Heidemarie Adam, Universität Leipzig
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